Microburst bei Wolfhagen am 28.8.2016

       

Die drei Bilder, die innerhalb von zwei Minuten aufgenommen wurden, zeigen die Entwicklung eines sogenannten Microbursts. Dabei handelt es sich um kleinräumige, aber sehr starke Abwinde. Sie entstehen vor allem dann, wenn die Luft in der Höhe relativ trocken ist. Dann verdunsten bei Gewittern große Mengen des fallenden Niederschlags, weshalb sich die Luft stark abkühlt. Die kalte Luft hat eine höhere Dichte, als die Luft in der Umgebung und sinkt daher rasch ab. So entstehen schmale, aber starke Abwindbereiche. Sobald der Abwind auf den Boden trifft, breitet sich die Luft seitlich aus und verursacht Schäden durch starken Wind (z.T. Orkanstärke), sowie Starkregen und Hagel. Die Bilder zeigen deutlich den fallenden Niederschlag, sowie die seitliche Ausbreitung als er auf den Boden traf.
Einen Zeitraffer von diesem Microburst gibt es auch in unserem Best of Video von 2016 zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=g1gNI2qRcCw

Chasingbericht vom 23.06.2016 – Superzelle! Superzelle! HEY! HEY!

Am 23.06.2016 stellte sich die erste solide Level-Zwei-Lage für Teile NRWs ein. Grund genug für uns, sich auf den Weg an den Niederrhein zu machen. Die Ursache für das herausgegebene Level 2 (Link zu unserem Convective Outlook) lag in einer klassischen loaded-gun Lage. Das bedeutet, dass vorderseitig eines Troges, der von Grönland bis kurz vor die Azoren reichte, sehr feuchte und zunehmend auch warme bis heiße Luftmassen Deutschland erreichten. Zusätzlich war die Luftmasse ordentlich gedeckelt (leicht erhöhte CIN-Werte und nur geringe Hebungsimpulse), sodass der Tag zunächst freundlich begann. Dennoch starteten insgesamt neun Mitglieder aus allen vier Teams voller Vorfreude und bei bestem Sonnenschein ihre Tour an den Niederrhein. (mehr …)

Chasingbericht vom 09.06.2014

08.06.2014:

Am Vormittag zog ein MCS von Belgien Richtung Nordosten und überquerte West-NRW. Wir verfolgten das Gewitter auf der A43 nach Norden, bis wir nach Dülmen kamen. Die Zuggeschwindigkeit war relativ hoch, weshalb wir kaum Zeit zum Beobachten hatten. Auch als wir dann in Dülmen von der Autobahn abfuhren, hatten wir nur wenige Minuten bis uns das Gewitter erreichte, aber für ein paar Fotos reichte es noch. (mehr …)

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