Kurzes NowCast-Update zu HILTRUD

Bildquelle: www.sat24.com, mit Ergänzungen

Bildquelle: www.eumetrain.org, dargestellt ist die Höhe der 2 PVU Fläche im θ-System (K)

 

HILTRUD befindet sich aktuell auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Defakto bedeutet dies, dass sich die Zyklone nun nicht mehr weiter vertieft, vor allem da die Warmluftadvektion in den Kernbereich zusehens abreißt. Daher nehmen die durch freiwerdene latente Wärme forcierten Hebungsprozesse (Stichwort : Diabatenterm der ω-Gleichung) nun allmählich ab. Auch die gestern thematisierte Überlappung von DPVA und WA ist nicht mehr gegeben. Nichtsdestotrotz stellt HILTRUD auf dem Satellitenbild einen wahren Augenschmaus dar. Das liegt primär an der sehr ansehnlichen Frontenstruktur, welche sich auch durch den mittlerweile vorhandenen Dryslot (DS im 1. Bild) entwickeln konnte. Letzterer wird im 2. Bild von eumetrain.org durch reduzierte Wasserfampfwerte im WV-Kanal und durch hohe Werte an PV indiziert.

Hinsichtlich der Niederschläge zeigt sich, dass die Temperaturen im westdeutschen Flachland vielfach zu hoch sind (1-2°C), um den Erhalt einer nennenswerten Schneedecke zu garantieren. Daher hat im Rheintal und an den Nebenflüssen vielfach leichtes Tauwetter eingesetzt. Am Oberrhein ist es mit rund 4 °C (Südwestwind) generell zu mild für Schnee. Im Bergland oberhalb von 300 Metern konnten hingegen bis jetzt verbreitet 10-15 cm Neuschnee fallen. Bis zum Abend und auch in der kommenden Nacht ist vor allem in den Staulagen von Westerwald, Taunus und Schwarzwald mit weiterem Schneezuwachs bis zu 15 – 20 cm zu rechnen. Dabei kann es aufgrund des starken bis stürmischen Windes zu starken Schneeverwehungen kommen. Das Schneefallgebiet über dem Nordwesten, welches die Back-Bend-Warmfront markiert, wird sich in den kommenden Stunden mit dem Tief langsam nach Süden verlagern und zum Abend auch in der Eifel für erneuten leichten bis mäßigen Schneefall sorgen. Auch im Flachland sollte der Schnee vor allem am Nordrand des Niederschlagsgebietes ab dem Spätnachmittag liegen bleiben, wenn mit dem weiterhin böigen Ostwind allmählich kältere Kontinentalluft advehiert wird. Somit rechnen wir von Ostwestfalen bis ins Rheinland bis 21 UTC auch ind en tiefsten Lagen mit rund 5 cm Neuschnee, der dann den Verkehr in den Ballungszentren beeinträchtigen wird.

Updated: 12. April 2016, 08:23 — 08:23
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