Mesoskalige Diskussion 10 UTC 09.06.2014

Originalbildquelle: www.sat24.com

Derzeit beeinflusst ein grenzschicht-entkoppelter MCS Teile von Belgien. Über Outflowboundaries konnte sich an diesem System sowie südlich davon eine Konvergenz entwickeln, an der an der deutschen Grenzregion neue Zellen triggern. Hinter dem System herrscht kompensierendes Absinken mit einer  Stabilisierung. Wenn der MCS ab Mittags die Luftmasse aus der Grenzschicht bezieht, könnte er ein deutliches „push-up“ erfahren und bereits am frühen Nachmittag über Nord-NL die Labilität nachhaltig abbauen.
Nachfolgende Zellen würden dann eher nach Osten Richtung Deutschland in die hier noch potentiell instabile Luftmasse ausscheren.
Über Frankreich entsteht entlang der Kaltfront bzw. an der unmittelbar vorgelagerten Feuchteflusskonvergenz neue hochreichende Konvektion.  Diese wird sich vor allem an dem südlich eingezeichneten Bodentief orientieren. Hieran besteht dann abends das größte Unwetterpotential mit dem erwähnten Ausbruch schwerer Gewitter. Die Numerik simuliert weiterhin übereinstimmend immens hohe CAPE Werte bis 3,5 kJ/kg in einem moderat bis stark gescherten Umfeld (SRH bis 300 J/kg!!!). Dies deckt sich mit den aktuellen Messungen der Bodenfeuchte (Mischungsverhältnis verbreitet 14 -15g/kg) in dieser Region, sodass die berechnten Labilitätswerte realistisch erscheinen.

Updated: 12. April 2016, 11:08 — 11:08
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