Mesoskalige Diskussion 29.03.2015


Wie auf der Karte zu erkennen ist, befindet sich das Sturmtief Mike mit seinen Fronten aktuell über GB. Die Dry Intrusion hat mittlerweile die Kaltfront (blaue Linie) in ihrem Nordteil überlaufen und für eine Labilisierung gesorgt, sodass die Niederschläge an der Front zusehens konvektiven Charakter annehmen. Auch einige Blitze wurde bereits detektiert.
Wir rechnen mit einer Beschleunigung der Kaltfront Richtung Süd-Osten in den kommenden Stunden, wie es bereits in unserem Outlook erwähnt wurde.
Dabei sollte sich ein kräftiger Low-Level-Jet an der Front ausbilden, dessen Impuls durch die Konvektion in Bodennähe heruntergemischt werden kann. Insgesamt wird die Frontpassage etwas später berechnet, als noch gestern von den Modellen gezeigt wurde. Nichtsdestotrotz bleibt die Gefahrenlage die Gleiche:
Von NL und Belgien ausgehend ist ab den Abendstunden über Westdeutschland und später auch in der Mitte (vor allem Hessen) mit schweren Sturmböen bis 100 km/h zu rechnen. Vor allem in besonders diskreten linearen konvektiven Elementen (evtl. Bow Echos) kann der Höhenwind auch gänzlich zum Boden transportiert werden, wobei Böen bis 115 km/h eng bergenzt möglich erscheinen. Auch das zwar niedrige aber dennoch vorhandene Tornadopotential soll noch einmal hervorgehoben werden.

Updated: 12. April 2016, 08:13 — 08:13
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